Es gibt Zutaten im Garten, die oft völlig unterschätzt werden und genau dazu gehören Schnittlauchknospen. Während die meisten sie einfach abschneiden, lassen sich daraus unglaublich aromatische kleine Fermente herstellen, die geschmacklich fast an milde Kapern erinnern. Die fermentierten Schnittlauchknospen entwickeln eine feine Säure, eine leichte Zwiebelnote und passen wunderbar zu Kartoffeln, Butterbrot, Ricotta oder Frühlingssalaten. Das Beste daran: Die Fermentation ist unkompliziert und auch für Anfänger perfekt geeignet.

Warum Schnittlauchknospen fermentieren?
Fermentation ist eine der ältesten Methoden, Gemüse haltbar zu machen. Durch natürliche Milchsäurebakterien entsteht mit der Zeit dieser typische leicht säuerliche Geschmack, der Fermente so besonders macht. Gerade Schnittlauchknospen eignen sich dafür überraschend gut: sie bleiben angenehm aromatisch, bekommen eine feine Säure und lassen sich vielseitig verwenden. Außerdem ist es eine wunderbare Möglichkeit, noch mehr aus dem eigenen Garten zu nutzen und saisonale Zutaten neu zu entdecken. Die Knospen entwickeln während der Fermentation ein mild-würziges Aroma mit leichter Säure und feiner Zwiebelnote. Viele vergleichen den Geschmack mit milden Kapern, nur frischer und deutlich feiner. Besonders gut passen sie zu:
- kleinen Ofenkartoffeln
- Ricotta oder Frischkäse
- Butterbrot
- Spargelgerichten
- Frühlingssalaten
- Fischgerichten
- geröstetem Gemüse
Schon kleine Mengen reichen aus, um einfachen Gerichten mehr Tiefe und Frische zu geben. Das Thema Fermentation hält immer mehr Einzug in Restaurantküchen und ist in der Spitzengastronomie schon richtig etabliert. Wieso also nicht auch zuhause besondere Aromen durch Fermentation ganz einfach herstellen? Wir probiere es in dieser Saison weiter aus und ich freue mich riesig darauf.
Tipps für die Fermentation
Gerade am Anfang wirkt Fermentation oft komplizierter, als sie eigentlich ist. Für dieses Rezept braucht ihr jedoch weder spezielle Geräte noch große Vorkenntnisse. Wichtig ist vor allem:
- saubere Gläser verwenden
- die Knospen vollständig mit Flüssigkeit bedecken
- das Glas nicht komplett luftdicht verschließen
- dem Ferment etwas Zeit geben
Nach einigen Tagen entstehen meist kleine Bläschen, ein ganz normales Zeichen dafür, dass die Fermentation beginnt. Am besten stellt ihr euer Glas auf einen kleinen Teller, damit überlaufende Flüssigkeit aufgefangen wird.


Fermentierte Schnittlauchknospen
Zutaten
- 40 g Schnittlauchknospen
- 125 ml Wasser
- 4 g Salz
- 1-2 dünne Streifen Bio-Zitronenschale
- 1/2 TL schwarze Pfefferkörner
Anleitungen
- Die Schnittlauchknospen vorsichtig waschen und in ein sauberes Glas geben. Zitronenschale und Pfefferkörner hinzufügen. Das Salz vollständig im Wasser auflösen und die Knospen damit bedecken. Wichtig ist, dass alles unter der Flüssigkeit bleibt. Ich beschwere die Knospen daher noch mit einem kleinen Fermentationsgewicht oder einem kleinen Weck-Glasdeckel.
- Das Glas locker verschließen und etwa 3–5 Tage bei Zimmertemperatur fermentieren lassen. Anschließend im Kühlschrank lagern.
- Die fermentierten Schnittlauchknospen entwickeln eine feine Säure und eine leichte Zwiebelnote und erinnern geschmacklich ein wenig an milde Kapern. Sie passen wunderbar zu Kartoffeln, Butterbrot, Ricotta oder Frühlingssalaten.
Rezept ausprobiert?
Ich würde mich über dein Feedback zu meinem Rezept unten in den Kommentaren sehr freuen. Hast du das Rezept vielleicht sogar abgewandelt oder eine zusätzliche Idee? Teile sie gerne mit mir und den anderen Leserinnen und Lesern.
Ich wünsche Dir viel Freude beim Ausprobieren, Deine Genevieve




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